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Dauer des Eingriffs

Wieder Arbeitsfähig:

Gesellschaftstauglich:

20-30 Minuten

1-2 Wochen
(bei Bürotätigkeiten)

nach wenigen Tagen

Schnappfinger

Wesentliches auf einen Blick:

Der Schnappfinger, auch als Triggerfinger oder Tendovaginitis stenosans bekannt, ist eine häufige Erkrankung der Hand, die durch eine Funktionsstörung der Beugesehnen verursacht wird. Diese entsteht, wenn das sogenannte A1-Ringband, eine stabilisierende Struktur der Sehnen, sich verengt und die Sehne nicht mehr frei gleiten kann. Dies führt zu einer schmerzhaften Blockade, bei der der betroffene Finger in einer bestimmten Position "einschnappt" und sich nur mit Kraftaufwand oder passiver Unterstützung wieder beugen oder strecken lässt.

Der Schnappfinger kann bei einem oder mehreren Fingern auftreten und betrifft häufig den Daumen, Mittel- oder Ringfinger. Auf dieser Seite erfahren Sie alles Wichtige über die Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten dieser weit verbreiteten Erkrankung.

Ein Schnappfinger ist eine entzündliche Funktionsstörung der Beugesehnen der Hand, die durch eine Verengung des A1-Ringbands verursacht wird. Dieses Ringband befindet sich am Grundgelenk eines Fingers und hat die Aufgabe, die Beugesehnen in ihrer Position zu halten. Wenn das A1-Ringband sich entzündet, kommt es zu einer Schwellung der Sehne, wodurch die Bewegung behindert wird. Das typische "Schnappen" entsteht, wenn die Sehne die Engstelle passiert.

Das Problem tritt besonders häufig bei wiederholten Bewegungen der Hand auf und betrifft vor allem das A1-Ringband, das am Übergang zwischen Handfläche und Finger liegt. Neben den Beugesehnen spielen auch die Sehnenscheiden, die diese umhüllen, eine Rolle. Sie fungieren als Schutz- und Gleitstruktur, können aber bei Überlastung oder Entzündung ebenfalls beteiligt sein.

Was ist ein Schnappfinger:

Ursachen und Riskofaktoren

Die Hauptursache eines Schnappfingers ist eine Entzündung der Sehnenscheide, die zu einer Verdickung und Schwellung der Beugesehne führt. Dies kann durch eine Überbeanspruchung der Hand, altersbedingte Veränderungen oder Vorerkrankungen verursacht werden. Zu den häufigsten Risikofaktoren gehören:

  • Überlastung: Wiederholte Greifbewegungen oder monotone Belastungen der Hand, wie sie in bestimmten Berufen oder Hobbys vorkommen, können die Entstehung eines Schnappfingers begünstigen.

  • Erkrankungen: Diabetes, rheumatoide Arthritis und Gicht erhöhen das Risiko, da diese Krankheiten oft mit Entzündungen des Bindegewebes einhergehen.

  • Geschlecht und Alter: Frauen über 40 Jahre sind besonders häufig betroffen, was hormonelle und genetische Einflüsse nahelegt.

  • Berufliche Belastungen: Tätigkeiten, die ständige Greifbewegungen erfordern, wie Handwerk, Landwirtschaft oder Musizieren, stellen ein erhöhtes Risiko dar.

Symptome eines Schnappfingers

Die Symptome eines Schnappfingers sind deutlich und in den meisten Fällen leicht zu erkennen. Typischerweise klagen Betroffene über:

  • Schmerzen: Besonders im Bereich des Grundgelenks, die sich bei Bewegung verstärken können.

  • Knötchenbildung: Ein kleines Knötchen über dem A1-Ringband, das bei Druck schmerzhaft ist.

  • "Schnappen": Der betroffene Finger bleibt bei der Beugung oder Streckung hängen und schnellt dann plötzlich zurück. Dieses Schnappen kann manchmal auch hörbar sein.

  • Morgensteifigkeit: Besonders morgens fällt es schwer, den Finger zu bewegen.
     

In schweren Fällen kann der Finger dauerhaft in einer gebeugten Position verharren und die alltägliche Nutzung der Hand erheblich einschränken.

Diagnose:

Die Diagnose eines Schnappfingers erfolgt in der Regel durch eine gründliche Anamnese und klinische Untersuchung. Der Arzt tastet das Grundgelenk des betroffenen Fingers ab und prüft die Beweglichkeit sowie die Druckempfindlichkeit.

Bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen sind in der Regel nicht erforderlich, da die Symptome charakteristisch und eindeutig sind. In einigen Fällen kann eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden, um die Schwellung oder Verdickung der Sehne zu bestätigen. Wichtig ist es, den Schnappfinger von ähnlichen Erkrankungen wie Morbus Dupuytren oder Arthrose abzugrenzen.

Konservative Behandlungsmöglichkeiten

In den frühen Stadien eines Schnappfingers können konservative Behandlungsmethoden hilfreich sein, um die Beschwerden zu lindern. Zu den bewährten Maßnahmen gehören:
 

  • Schonung und Ruhigstellung: Eine temporäre Schiene kann die betroffene Hand entlasten und die Entzündung reduzieren.

  • Kortisoninjektionen: Eine gezielte Injektion eines kortisonhaltigen Präparats kann die Schwellung der Sehne verringern und die Beweglichkeit verbessern. Allerdings ist der Effekt oft nicht von Dauer.

  • Physiotherapie: Spezielle Handübungen und Massagetechniken können die Beweglichkeit fördern und die Beschwerden lindern.

  • Entzündungshemmende Maßnahmen: Medikamente oder Kühlanwendungen helfen, die Schmerzen zu reduzieren und die Heilung zu unterstützen.

Operative Behandlungsmöglichkeiten

Wenn konservative Maßnahmen keine ausreichende Linderung bringen, ist eine Operation oft die beste Option. Der Eingriff ist minimalinvasiv und hat eine hohe Erfolgsquote.
 

Bei der Ringbandspaltung wird das A1-Ringband durch einen kleinen Hautschnitt unter lokaler Betäubung (WALANT-Methode) durchtrennt, um die Beugesehne zu entlasten. Die Operation erfolgt ambulant, und die Patienten können die Klinik noch am selben Tag verlassen.

Nach der Operation wird die Hand regelmäßig kontrolliert, und die Fäden werden nach etwa 14 Tagen entfernt. Bereits kurze Zeit nach dem Eingriff ist die Beweglichkeit der Finger wiederhergestellt.

Rehabilitation und Prognose

Nach der Operation ist es wichtig, die Hand zu schonen und gleichzeitig sanfte Bewegungsübungen durchzuführen, um die Beweglichkeit wiederherzustellen. Bereits am ersten Tag können leichte Beuge- und Streckübungen durchgeführt werden. Physiotherapie kann nach einer Woche beginnen, um die Hand gezielt zu stärken und Schwellungen zu reduzieren.
 

Die Prognose nach einer Ringbandspaltung ist in den meisten Fällen hervorragend. Der Schnappfinger heilt vollständig, und die Symptome kehren nur selten zurück. Schwere körperliche Arbeit sollte jedoch erst nach etwa 6 Wochen wieder aufgenommen werden, um den Heilungsverlauf nicht zu gefährden.

Prävention

Um einem Schnappfinger vorzubeugen, können folgende Maßnahmen hilfreich sein:
 

  • Ergonomische Arbeitsmittel: Der Einsatz ergonomischer Werkzeuge kann Überlastungen der Hand reduzieren.

  • Pausen und Dehnübungen: Regelmäßige Pausen und gezielte Übungen während der Arbeit entlasten die Sehnen und Muskeln.

  • Gesunde Lebensweise: Eine ausgewogene Ernährung und Bewegung können die Gesundheit der Sehnen fördern und Begleiterkrankungen wie Diabetes vermeiden.

Ihr Weg zu mehr Selbstbewusstsein

Leiden Sie unter den Symptomen eines Schnappfingers oder haben Sie Fragen zu den Behandlungsmöglichkeiten? Unser erfahrenes Team steht Ihnen gerne zur Verfügung. Wir bieten Ihnen eine umfassende Beratung und individuelle Therapieplanung – abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse.

Gemeinsam finden wir die beste Lösung, damit Sie Ihre Hände wieder schmerzfrei und uneingeschränkt nutzen können.

Jetzt Kontakt aufnehmen – wir freuen uns darauf, Ihnen zu helfen!

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